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Schlafapnoe

Bei gesunden Personen wird während des Schlafes beim Einatmen der Rachenbereich durch Muskelanspannung offen gehalten. Bei Schlafapnoe-Patienten kommt es aufgrund anatomischer Gegebenheiten zu einem kompletten Verschluss. Die Muskeln im Rachenraum erschlaffen, die Zunge fällt zurück und die Luftwege werden blockiert, was letztendlich zu Atemstillstand führt. Die Atemaussetzer können einige Sekunden bis Minuten andauern, was nicht nur die Schlafqualität, sondern den Gesundheitszustand aller Organe negativ beeinflusst. Aus diesem Grund ist schnelles Erkennen und Handeln beim Verdacht auf Schlafapnoe äußerst wichtig, um für die Betroffenen die Lebensqualität und die Gesundheit zu sichern. Ursachenforschung hat hier höchste Priorität.

Ursachen

Schlafapnoe wird verursacht durch eine Raumnot im Bereich der oberen Atemwege. Diese ungünstigen Gegebenheiten entstehen zum Beispiel durch Polypen, Nasenscheidewand-Verkrümmungen und zu große Mandeln. Auch ein kurzes Unterkiefer, ein großes Gaumenzäpfchen oder eine große Zunge können die Atmung behindern. Darüber hinaus begünstigen spezielle Medikamente (Schlafmittel usw.) sowie Alkohol eine Erschlaffung der Rachenmuskulatur, was ebenfalls zu Atemaussetzern führen kann.

Die häufigste Ursache ist jedoch Übergewicht/Adipositas, da dadurch vermehrt Fett im Rachenbereich und der Zunge abgelagert wird. Oft sind übergewichtige Männer in den mittleren Lebensjahren von Schlafapnoe betroffen. 

Symptome

Der nächtliche Atemstillstand steht in unmittelbarem Zusammenhang mit Schnarchen. Ein Hauptsymptom ist daher lautes Schnarchen, welches von unregelmäßigen Atemaussetzern unterbrochen wird. Meist setzt die Atmung nach einigen Sekunden wieder ein, was erneut von extrem lauten Schnarch-Geräuschen begleitet wird. Patienten mit Schlafapnoe werden durch einen Schutzmechanismus im Gehirn geweckt, um ein Ersticken zu verhindern, was sich äußerst negativ auf die Schlafqualität und damit auf die Regeneration auswirkt. Betroffene Personen fühlen sich erschöpft, leiden an Konzentrationsschwierigkeiten und unter Tagesmüdigkeit bzw. schlafen häufig auch tagsüber ein. Langfristig muss aufgrund des nächtlichen Sauerstoffmangels mit gravierenden Folgeerkrankungen wie:

  • Bluthochdruck
  • Herzversagen
  • Herz- und Schlaganfälle
  • Herzrhythmusstörungen
  • Chronische Kopfschmerzen
  • Depressionen
  • Impotenz usw. gerechnet werden.  

Vorbeugung und Behandlung 

Um eine passende Behandlungsmethode zu wählen, ist es unerlässlich die Ursache für die nächtlichen Atemaussetzer zu finden. Die Mehrheit der Patienten und Patientinnen leiden an Übergewicht. Das erstrebenswerte Ziel zur Vorbeugung bzw. zur Behandlung von Schlafapnoe ist demnach Normalgewicht anzustreben. Der Konsum von Alkohol und Schlafmitteln sollte vermieden werden, da die Substanzen eine Schlafapnoe begünstigen. Das Schlafen in Schräglage bietet sich bei nächtlichen Atemaussetzern gut an. Zudem kann ein Wechsel der Schlafposition, von der Rückenlage auf die Seitenlage, eine Besserung der Symptome herbeiführen. 

Medizinische und therapeutische Maßnahmen zur Behandlung werden gezielt nach abgeschlossener ärztlicher Beurteilung und Ursachenforschung eingesetzt. Je nach Ursache für die nächtlichen Atempausen werden Zahnspangen oder sonstige kieferorthopädische Apparaturen sowie nächtliche Überdruckbeatmungen mit Nasenmasken eingesetzt. Durch die Atemmaske wird ein Überdruck geschaffen, der dafür sorgt, dass die oberen Atemwege offen gehalten werden. Nächtliche Atemaussetzer werden vermieden und der Körper kann sich im Schlaf wieder regenerieren und erholen. In seltenen Fällen sind chirurgische Eingriffe notwendig und wirksam. Speziell bei Erwachsenen oder Kindern mit vergrößerten Rachen- oder Gaumenmandeln werden Operationen durchgeführt.