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Nachtschweiß

Nachtschweiß oder auch nächtliche Hyperhidrose zählt im medizinischen Sinne zu den Schlafstörungen. Die Betroffenen leiden, über einen längeren Zeitraum, unter nächtlichen Schweißausbrüchen. Der Schlaf der Patienten ist dauerhaft gestört, was häufig viele Folgesymptome mit sich bringt. Abzugrenzen ist diese Erkrankung vom „normalen“ oder auch ab und an auftretenden nächtlichen Schwitzen, wofür die Ursachen meist umwelt- bzw. verhaltensbedingt sind. Schlechtes Raum- bzw. Bettklima, scharfes Essen, Alkoholkonsum, Stress bzw. Angst sind einige Beispiele für schweißauslösende Faktoren. Der Lebensstil und die Schlafgewohnheiten spielen demnach eine wichtige Rolle, wenn es um einen hochwertigen, qualitativen Schlaf geht.

Ursachen

Wenn das nächtliche Schwitzen chronisch wird und der Schlaf dauerhaft gestört ist, leidet die Lebensqualität erheblich. Wichtig ist, schnellstmöglich die Ursache für diese Schlafstörung zu finden. Zum einen können akute und/oder schwerwiegende Erkrankungen der Auslöser für die Problematik sein und zum anderen kann eine langandauernde Schlafstörung jede Menge Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Es entsteht ein „Teufelskreis“, den es zu durchbrechen gilt. Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Hyperhidrose über Wochen anhält und die Ursache unklar ist bzw. die Behandlung medizinischer Hilfe bedarf. Mögliche Ursachen sind:

  • Ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus

  • Alpträume / Seelische Belastungssituationen

  • Physischer und Psychischer Stress

  • Konsum von Drogen, Genussmittel und Medikamenten

  • Krankhaft gesteigerte Schweißproduktion

  • Wechseljahre bei Frauen

  • Schilddrüsenüberfunktion

  • Diabetes Mellitus

  • Infektionserkrankungen (z.B. grippale Infekte)

  • Chronische Infektionen (z.B. Aids und Tuberkulose)

  • Autoimmunerkrankungen (z.B. Rheumatoide Arthritis)

  • Karzinome / Leukämie / Lymphome

  • Neurologische Erkrankungen

Symptome

Nachtschweiß ohne zusätzliche Symptome ist meist harmlos. Falls weitere Symptome, wie Fieber, Gewichtsverlust, Schmerzen, lautes Schnarchen oder ähnliches auftreten, ist ein Arztbesuch anzuraten. Dieser wird anhand einer ausführlichen Anamnese nach der Grunderkrankung forschen.  

Vorbeugung und Behandlung

Die ärztliche Behandlung, einer auftretenden nächtliche Hyperhidrose, wird auf die Grunderkrankung ausgerichtet. Mit kleinen Veränderungen der Lebens- und/oder Schlafgewohnheiten können die Betroffenen jedoch häufig selbst etwas gegen den Nachtschweiß unternehmen:   

  1. Ein regelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus mit ausreichend Schlaf

  2. Der Verzicht auf Alkohol, Nikotin und sonstige Genussmittel bzw. Drogen

  3. Das Stresslevel senken und bei akuten psychischem Stress Hilfe von außen einholen

  4. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und Verzicht auf scharfes und fettiges Essen am Abend

  5. Ein gutes Raum- und Bettklima mit natürliche Bettmaterialien schaffen

  6. Ein gesundes Maß an sportlichen Betätigungen und Normalgewicht anstreben

  7. Am Abend Salbeitee trinken