Rückenschmerzen

Rückenschmerzen als Volkskrankheit Nr. 1

Bereits jede 3. Person leidet unter Rückenschmerzen – Tendenz steigend. Häufig sind die Schmerzen bereits chronisch. Die Ursachen sind vielfältig. Nicht selten treten sie zusammen mit anderen Erkrankungen in Erscheinung. Verletzungen, Fehlhaltungen, zu wenig Bewegung oder zu langes Sitzen sind nur ein paar der Rückenschmerzen-Verursacher.  

Rückenschmerzen im Alltag

Wer länger sitzt, spürt dies nicht selten am eigenen Körper. Verspannungen oder gar Fehlhaltungen durch zu langes oder falsches Sitzen sind die Folge. Von Montag bis Freitag verbringen viele ihre Zeit sitzend – sei es im Büro, in der Schule oder im Auto. Das lange Sitzen belastet neben der Muskulatur auch die Bandscheiben. Ein krummer Rücken, eine zu schwache Bauchmuskulatur oder eine ungünstige Sitzhaltung begünstigen das Entstehen von Rückenschmerzen dadurch zusätzlich. Eine Mangelversorgung der Bandscheiben durch die einseitige Belastung ist häufig die Folge. Ebenso eine permanente Reizung der Wirbelkörpergelenke. Es empfiehlt sich daher immer wieder die Sitzposition zu verändern sowie Dehn- und Streckübungen am Arbeitsplatz einzuplanen.

Ein Kind auf dem Arm, den Wäschekorb in der anderen Hand – Eltern kennen diese Situation. Aber auch eine zu schwere Einkaufstasche, das Anheben schwerer Möbelstücke oder Pflanzengefäße – auch Hausarbeit kann sich schmerzlich auf den Rücken auswirken. Zu schwere Lasten, falsches Heben oder auch einseitige Belastungen können Verspannungen und Schmerzen hervorrufen. Bereits jede 10. Person in Deutschland wird aufgrund von Rückenschmerzen krankgeschrieben. Ein alarmierender Fakt!

Der Mensch als Bewegungsmuffel

Hinzu kommt ein Mangel an Bewegung. Dabei würde sich genau Bewegung positiv auf die körperlichen Beschwerden auswirken. Nicht umsonst sagt man im Volksmund, wer rastet der rostet. Tägliches Spazieren, eine Runde Radfahren, Yoga, Schwimmen oder Krafttraining – alles rückenfreundliche und sportliche Tätigkeiten. In der Arbeit die Treppe anstatt den Aufzug nehmen. In der Mittagspause einen Spaziergang einplanen – fördert auch die Tageslichtaufnahme und kurbelt so die Serotoninproduktion an. Vor allem wenn man bereits unter Rückenproblemen leidet, sollte man sich moderat bewegen. Eine verkrampfte Schonhaltung verstärkt lediglich den Schmerz. Dies kann zu Fehlhaltungen führen.

Wenn der Stress im Nacken sitzt

Neben physischen Gründen können auch psychische Gründe für Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich verantwortlich sein. Der Stress oder die Angst sitzt einem im Nacken. Auch eine dauerhafte Überlastung und Überforderung spürt man schnell einmal im Rücken. Man verkrampft sich, folglich verspannt die Muskulatur.

Rückenschmerzen und Schlaf

Wenn wir schlafen, erholen wir uns. Zumindest im Normalfall. Ein gestörter Schlaf jedoch mindert den Regenrationseffekt. Verspannungen und Blockaden lösen sich meist über Nacht. Die Bandscheiben regenerieren. Sie werden mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt. Doch nur wer richtig schläft, kann auch von diesem positiven Regenerationseffekt profitieren. Schlaf ist nicht gleich Schlaf. Erholtes Schlafen bedeutet alle Komponenten des gesunden Schlafes zu berücksichtigen. Neben einer rückenfreundlichen Schlafposition braucht es dazu auch ein ganzheitliches Schlafsystem und Kopfkissen. Letzteres wird jedoch sehr gerne vergessen.

Wie schläft man rückenfreundlich?

Der Rückenapparat verliert im Schlaf die Stütz- und Haltekraft. Die Muskulatur erschlafft. Umso wichtiger ist es daher, dass der empfindliche Rücken, speziell auch die sensible Nackenpartie im Schlaf gestützt werden. Der S-linienförmige Verlauf der Wirbelsäule sollte beibehalten werden. Schwere Körperstellen müssen ausreichend Möglichkeit haben, um absinken zu können. Der Mensch verändert bis zu 80 Mal pro Nacht seine Schlafposition. Egal in welcher Schlafposition wir uns gerade befinden, die Stütz-Halte Funktion von Lattenrost und Matratze ist unerlässlich. Nur ein aktives System fördert den nötigen Halt.

Ein ganzheitliches und orthopädisches Schlafsystem unterstützt den gesunden Schlaf – von Kopf bis Fuß. Der flexible Lamellenrost und die punktelastische Matratze balancieren das Körpergewicht aus. Druckstellen werden vermieden, Verspannungen vorgebeugt.

Mit dem passenden, orthopädischen Kopfkissen wird auch der schmerzhafte Knick im Genick verhindert. Eine überstreckte oder geknickte Halswirbelsäule führt nicht nur zu schmerzhaften Verspannungen, sondern auch Kopfschmerzen. Schafschurwolle eignet sich bei Kissen besonders gut als Füllmaterial. Schafschurwolle beugt nächtlichem Schwitzen vor. Überschüssige Flüssigkeit wird aufgenommen und umgewandelt. Diese besondere Eigenschaft hält das Bettklima angenehm trocken- und warm.

Alltagstipps für einen gesunden Rücken

  •        Körperlicher Ausgleich: steigert den Wohlfühlfaktor und beugt Rückenschmerzen vor
  •        Bewegung im Büro: Spaziergänge in der Mittagspause, mit dem Rad zur Arbeit, Dehnübungen zwischendurch oder Treppensteigen anstatt Liftfahren
  •        Gesunder Rücken für zu Hause: schweres Tragen und einseitige Belastungen vermeiden
  •        Bett: ein ganzheitliches Schlafsystem unterstützt den erholsamen Schlaf - Rückenschmerzen werden vorgebeugt