Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste, sowie der Analyse des Nutzerverhaltens. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Fibromyalgie Syndrom (FMS)

Beim Fibromyalgie Syndrom (FMS) handelt es sich um eine chronische Erkrankung. Charakteristisch für ein Fibromyalgie Syndrom sind Muskelschmerzen und Schmerzen im Bindegewebe. Das Gefühl der Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind ebenso bezeichnend für diese Erkrankung. Betroffene Patienten fühlen sich gesundheitlich nicht gut. Bisher liegt die Ursache im Dunklen. Vom Fibromyalgie Syndrom sind häufig Frauen mittleren Alters betroffen. In manchen Fällen sind auch bereits Kinder vom Fibromyalgie Syndrom betroffen.

Fibromyalgie Syndrom und Beschwerden:

Für eine FMS Erkrankung sind Schmerzen die mindestens 3 Monate anhalten und das ganze Achsenskelett betreffen, kennzeichnend. Betroffenen Personen tut „alles“ weh. Die Schmerzen breiten sich über den kompletten Wirbelsäulenbereich sowie Brustkorbbereich, aber auch in den 4 Quadranten aus. Die 4 Quadranten umfassen die linke, als auch die rechte Körperhälfte, sowohl unter- als auch oberhalb der Taille. Personen die an FMS erkrankt sind leiden unter Schlafstörungen und einem nicht erholsamen Schlaf. Dadurch entsteht eine übermäßige Müdigkeit und Erschöpfung, sowohl geistig als auch körperlich, ist die Folgen. Weiters leiden FMS Patienten oftmals morgens unter einem morgendlichen Steifheitsgefühl, das bis zu 15 Minuten anhalten kann. Kalte Finger sowie Zehen, ein ausgetrockneter Mund oder starkes Schwitzen sind ebenso Begleiterscheinungen der FMS Erkrankung, ebenso wie Schwindelgefühl und Zittern. Auch Empfindungsstörungen (Parästhesien), psychische Erkrankungen, wie Depressionen oder physische Erkrankungen, wie beispielsweise ein Restless Legs Syndrom, aber auch Beschwerden mit dem Verdauungstrakt (Reizdarm) können infolge des Fibromyalgie Syndroms auftreten. Häufig sind diese Beschwerden auch mit Spannungskopfschmerzen und Migräne verbunden. Auch ein Schwellungsgefühl das in der Nähe der Gelenke entsteht, ist keine Seltenheit. In manchen Fällen kann es auch zu Herz- und Atembeschwerden kommen.

Fibromyalgie Syndrom und Tender Points:

Tender Points sind druckempfindliche Stellen. Drückt man auf diese Punkte (max. mit einer Stärke von 4kg pro Quadratzentimeter) so empfindet die betroffene Person übermäßig, starke Schmerzen. Die Tender Points befinden sich jeweils auf beiden Körperseiten oberhalb der Schulterblätter, am Nacken, bei den Schlüsselbeinen, im äußeren Oberschenkelbereich (gleich unterhalb des Beckenknochens), im Kreuzbeinbereich, den Ellenbögen sowie im Bereich der Kniekehlen. Beim Ertasten dieser Stellen, fühlen sich Tender Points sehr weich an.

Zur Erstellung einer Diagnose werden oftmals diese Tender Points herangezogen. Tender Points gelten als unspezifische Schmerzpunkte, die bei FMS erkrankten Personen mitunter zeitweise fehlen.

Fibromyalgie Syndrom und Verlauf:

Der Verlauf des Fibromyalgie Syndrom lässt sich in leicht und schwer unterteilen. Der leichte Verlauf bei den körperlichen Beschwerden äußert sich in Form von Muskelschmerzen und schmerzenden Sehnen. Hingegen kommen beim schweren Verlauf noch zusätzliche Beschwerden mit den Organsystemen hinzu. Die Dauer der Schmerzen variiert je nach Schweregrad des Verlaufs. So äußern sich bei einem leichten Verlauf die Beschwerden in immer wieder kehrenden Intervallen. Bei der schweren Verlaufszeit haben betroffene Patienten kaum bis selten eine beschwerdefreie Zeit. Die Intervalle sind meistens andauernd. Dies macht sich auch bei der seelischen Belastung der Patienten stark bemerkbar, ebenso wie bei den subjektiven Krankheitsannahmen. Patienten die nur von einer geringen Verlaufsausprägung betroffen sind, sind sensibler, wenn sie zusätzlich Stress verspüren. Hingegen leiden Patienten bei einer stärkeren Verlaufsausprägung auch stärker unter subjektiven Empfindungen und Ängsten. Die betroffenen Personen sind teilweise sogar sehr stark in ihrem persönlichen Umfeld eingeschränkt und beeinträchtigt. Patienten die von einem ausgeprägten Verlauf betroffen sind, nehmen auch häufiger ärztliche Hilfe in Anspruch. Teilweise kommt es hier zum sogenannten „doctor hopping“, das heißt sie gehen von Arzt zu Arzt und suchen nach Rat. Je nach Ausprägungsgrad und Verlaufsstärke wirkt sich die Erkrankung auch auf die psychische Verfassung der betroffenen Personen aus. Personen die unter dem Fibromyalgie Syndrom mit einem leichten Verlauf leiden, reagieren sensibler auf Stress im Alltag. Personen die unter dem Fibromyalgie Syndrom mit einem schweren Verlauf leiden, reagieren nicht nur auf Alltagsstress sehr sensible, sondern auch auf Stressfaktoren wie Familie und Beruf.

Fibromyalgie Syndrom und Ursachen:

Die genauen Ursachen für das Fibromyalgie Syndrom sind noch nicht bekannt. Es lässt sich vermutlich auf Umwelteinflüsse sowie die Vererbung zurückführen. Bekannt allerdings ist, dass es häufig innerhalb von Familien auftritt. In der Medizin geht man davon aus, dass manche Personen zu einer Veranlagung neigen, allerdings erst in Kombination mit äußeren Einflüssen, wie Umwelt oder anderen Faktoren wie Hormone, die Krankheit ausgelöst wird. Man spricht dann von einer multifaktoriellen Entstehung der Krankheit.

Patienten die an einer Fibromyalgie Syndrom Erkrankung leiden, sind äußerst schmerzempfindlich, das heißt ihre Schmerzschwelle ist sehr niedrig. Ebenso verarbeiten sie Schmerzreize anders, als gesunde Personen. Dadurch, dass die Signalüberträgerstoffe in ihrer Wirkung verändert wurden, reagieren sie bereits auf sehr schwache Reize, beispielsweise Dehnungsreize, die im Normalfall nicht schmerzhaft sind. Diese Veränderung findet jedoch nicht in den Muskeln selbst, sondern im Nervensystem der betroffenen Person statt. In vielen Fällen ist Stress der Auslöser für die Schmerzen. Auch ein Unfall oder eine Krankheit kann dazu führen, dass Schmerzen die dem Fibromyalgie Syndrom zugeordnet werden können, ausgelöst werden.

Fibromyalgie Syndrom und ähnliche Beschwerden bzw. Erkrankungen:

Die Symptome und Beschwerden des Fibromyalgie Syndrom sind ähnlich zu Erkrankungen bei Bindegewebs-, Muskel- und Gelenks- sowie Nervenerkrankungen. Auch eine Störung der Schilddrüsenfunktion (Über- oder Unterfunktion), eine rheumatische Erkrankung (z.B. Gicht oder Arthrose) oder Osteoporose verursachen ähnliche Beschwerden. Die Symptome sind zudem ähnlich zu einer bakteriellen oder viralen Infektion bzw. einer chronischen Darmerkrankung (Entzündung oder Zöliakie). Patienten die Medikamente, beispielsweise gegen zu hohe Blutfettwerte einnehmen, leiden unter ähnliche Symptome und Beschwerden.

Fibromyalgie Syndrom und Diagnose:

Durch Erfragen der Symptome und Schmerzverteilung kann der Arzt feststellen oder ausschließen, dass es sich um das Fibromyalgie Syndrom handelt. Auch die Krankenvorgeschichte der betroffenen Personen wird betrachtet, ebenso wie die Medikamenteneinnahmen auf mögliche Nebenwirkungen abgeklärt. Die betroffenen Personen müssen zudem eine Schmerzskizze ausfüllen bzw. Angaben zur Schmerzskala machen. Zusätzlich werden neben dem Gespräch und den Frageböden noch die körperliche Beweglichkeit, Reflexe und die Tender Points geprüft. Mittels Blutuntersuchungen werden der Entzündungswert CRP, das Schilddrüsenhormon TSH, die Kalziumwerte sowie die Blutzellen für eine genaue Diagnose überprüft, abgeklärt und mögliche andere Erkrankungen ausgeschlossen.