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Kaffee

Kaffee ist ein koffeinhaltiges Genussmittel aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen. Die Bohnen sind die Samen der Früchte von Kaffeepflanzen, die in über 50 Ländern der Welt angebaut werden. Je nach Zubereitungsart werden die verschiedensten Röst- und Malgrade unterschieden. Die verschiedenen Qualitätsstufen ergeben sich aus dem Anbauland und der jeweiligen Sorte.

Am Markt existieren auch diverse „Ersatzkaffees“, die aus Gerste, Roggen, Malz oder ähnlichen Stoffen hergestellt werden. Häufig enthält der Ersatz eine Mischung mehrerer Getreidesorten und Zichorien. Der Geschmack ähnelt dem, des „echten“ Kaffees. Das Getränk enthält jedoch kein Koffein. Abzugrenzen ist der Ersatz vom sogenannten Instant-Kaffee, einem löslichen und damit leicht herzustellenden Heißgetränk. Diese Variante besteht ausschließlich aus gerösteten Kaffeebohnen, denen jedoch das Wasser entzogen wurden. Dadurch entsteht ein pulver- oder kügelchenähnliches Konzentrat, dessen Inhaltsstoffe sich kaum vom normalen Bohnenkaffee unterscheiden.   

Inhaltsstoffe  

In dem Naturprodukt sind die unterschiedlichsten Inhaltsstoffe zu finden. Die Menge der Substanzen ist von der Kaffeesorte, dem Herkunftsgebieten und der Zubereitungsart abhängig.

Koffein

Koffein ist ein anregendes Genussmittel und gehört zu den psychotropen Substanzen, das bedeutet, es nimmt Einfluss auf das menschliche Nervensystem und damit auf die Psyche. In reiner Form ist Koffein ein weißes, bitter schmeckendes Pulver. Als Richtwert für einen unbedenklichen Konsum können die Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit angesehen werden, wonach eine Einzeldosis von 200 Milligramm und Tagesdosis von 400 mg bei gesunden Personen als unbedenklich eingestuft wird. Zum Vergleich dienen ermittelte Durchschnittswerte, welche besagen, dass 100 Milliliter Filterkaffee etwa 55 Milligramm und die gleiche Menge Espresso etwa 130 Milligramm Koffein enthalten. Doch, wie bei jedem anderen Genussmittel, ist die Wirkungsweise äußerst individuell.

Alkaloide

Neben Nikotin, sind weitere Alkaloide Bestandteile des Kaffees. Alkaloide sind stickstoffhaltige Verbindungen, die in vielen Pflanzen und damit auch in Tees vorkommen und deren Wirkung sehr umstritten ist. Mit einem Anteil von bis 2,5 Prozent ist das Koffein der Alkaloide-Hauptbestandteil. Zusätzlich sind in geringe Mengen anderer Verbindungen enthalten, zum Beispiel die Nikotinsäure oder Theophyllin. Durch das Rösten bleibt der Koffeingehalt fast unverändert, Trigonellin wird jedoch abgebaut und daraus das Vitamin B „Niacin“ gebildet.

Mineralstoffe

Zu den im Kaffee enthaltenen Mineralstoffen zählen Kalium, Magnesium, Kalzium und Phosphor.

Proteine

Rohkaffee beinhaltet einen relativ hohen Proteinanteil von durchschnittlich 10 Prozent. Während des Röstens sinkt der Anteil jedoch erheblich, da sich die Aminosäuren und der Zucker beim Erhitzen verändern und die kaffeetypischen Aroma- und Farbstoffe ergeben.

Kohlenhydrate

Auch die wasserlöslichen und -unlöslichen Meerfachzucker, die in der Kaffeerohform vorkommen, verändern sich durch das Erhitzen stark. Die lösbaren Zuckermoleküle gehen verloren und wasserunlöslichen Polysaccharide bleiben als Kaffeesatz zurück.

Säuren

In Kaffee sind mehrere Säuren enthalten, wobei Chlorogensäuren und Kaffeesäure die Hauptanteile ausmachen. Diese Polyphenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und besitzen antioxidative Eigenschaften.

Fette

Fette sind wasserunlöslich, was erklärt, dass in einer aufgebrühten Tasse Kaffee kaum Fette vorhanden sind, die Kaffeebohne selbst beinhaltet jedoch Fette, wie Triglyzeride, Diterpenester sowie Fettsäuren, wie die Linol- und Palmitinsäure.

Aromastoffe

Das unverwechselbare Kaffeearoma ist auf 800 Aroma-Verbindungen zurückzuführen, die während des Röstvorgangs entstehen und von denen Hunderte noch weitestgehend unentdeckt sind.

Auswirkungen des Kaffeekonsums   

Jede Kaffeesorte enthält unterschiedliche Inhaltsstoffe und damit auch Koffein in verschiedenen Mengen, so dass sich die Wirkungsweisen stark unterscheiden. Nach dem Konsum des Getränkes, verteilt sich das  Koffein im Körper und wirkt auf die Großhirnrinde, speziell auf die Adenosinrezeptoren ein. Dieser Teil des menschlichen Gehirns ist unter anderem für die Konzentration und das Befinden verantwortlich. Adenosin hemmt die Freisetzung vieler Neurotransmitter, zum Beispiel Noradrenalin, Dopamin und Glutamat. Wenn dem Körper Koffein zugeführt wird, hat dies eine vermehrte Freisetzung dieser Neurotransmittern zur Folge. Daraus können sich  positive Auswirkungen ergeben, zum Beispiel:  

  • Wachheit

  • Erhöhte Konzentrationsfähigkeit

  • Aktivierung der Muskel- und damit Herztätigkeit  

  • Beseitigung von Kopfschmerzen

Bei einigen Personen kann es aufgrund von Krankheiten oder der individuellen Reaktion auf das Koffein jedoch auch zu negativen Auswirkungen kommen. Beispiele sind:   

  • Anstieg des Blutdrucks und/oder Herzflattern

  • Erhöhung der Körpertemperatur

  • Schweißausbrüche

  • Nervosität, Zittern, Kurzatmigkeit

  • Schlafstörungen

  • Kopfschmerzen

  • Übersäuerung des Magens und damit Sodbrennen

Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhten Cholesterinwerten sowie Problemen mit dem Verdauungstrakt sollten bestenfalls keinen Bohnenkaffee trinken. Ein dauerhafter, übermäßiger Kaffeekonsum kann zudem eine körperliche Abhängigkeit zur Folge haben. Außerdem regiert der menschliche Organismus mit Gewöhnung und Toleranz auf das Koffein, das heißt, langfristig muss immer mehr konsumiert werden, um eine Wirkung zu spüren.  

Die Wirkungsdauer des Koffeins ist ebenfalls sehr individuell und wird zusätzlich vom jeweiligen Lebensstil bestimmt. Raucher haben eine kürzere Wirkungsdauer, als Nichtraucher. Selbiges gilt für Kaffeetrinker, die tägliche hohe Dosen Koffein zu sich nehmen. Grundsätzlich setzt die Wirkung auf das Nervensystem nach maximal einer Stunde ein und hält anschließend etwa drei Stunden an.  

Zur Gewährung eines gesunden und erholsamen Schlafes sollten demnach am Abend keine Getränke und Lebensmittel mit Koffein zugeführt werden. Dadurch wird der individuelle Schlaf-Wach-Rhythmus geschützt und die übermäßige Ausschüttung von „aufputschenden“ Neurotransmittern verhindert. Darüber hinaus gilt es als erwiesen, dass Koffein negative Auswirkungen auf die Schlafphasen hat, wodurch die gesunde Regeneration des gesamten Organismus behindert wird.