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Migräne

KaffeeMigränepatienten werden von einem stechenden, bohrenden und pulsierenden Kopfschmerz geplagt. Dieser nimmt langsam zu und kann von vier Stunden bis zu drei Tage anhalten. Erwachsene und Kinder können von Migräne gleichermaßen betroffen sein. Wobei Migräneanfälle häufiger bei Frauen, als bei Männer auftreten. Wer von regelmäßigen Kopfschmerzen betroffen ist, sollte den Ursachen auf den Grund gehen. Hierfür eignet sich besonders gut das Führen eines Kopfschmerztagebuches. So können in vielen Fällen die individuellen Triggerfaktoren selbst identifiziert und zukünftig gemieden werden. Erst wenn die auslösenden Faktoren bekannt sind, kann eine zielgerichtete Therapie angewendet werden. Die Einholung von fachkundigem, medizinischem Rat ist dann ratsam, wenn fundierte Diagnosemethoden notwendig sind, um die Kopfschmerzauslöser zu lokalisieren.     

Ursachen von Migräne

Faktoren, die Migränekopfschmerzen auslösen, sind äußerst individuell. Dadurch gestaltet sich die Ursachenforschung recht schwierig. Mögliche Ursachen sind:

  • Ungleichgewichte im Hormonhaushalt, speziell des Serotoninhaushaltes

  • Muskuläre Verspannungen, im Besonderen im Halswirbelbereich

  • Akuter physischer oder psychischer Stress

  • Gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus oder Schlafmangel

  • Magnesiummangel

  • Flüssigkeitsmangel oder Unterzuckerung

  • Haltungsschäden

  • Sonneneinstrahlung

  • genetische Veranlagung

Falls sogenannte Triggerfaktoren auf die Betroffenen einwirken, können Migräneschmerzen vermehrt auftreten. Welche Faktoren dann letztendlich negativ wirken, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Hierzu zählen Wetterwechsel, besondere Genuss- oder Lebensmittel usw.  

Symptome von Migräne

In den meisten Fällen sind Migräneanfälle mit einem pulsierenden, einseitig auftretenden Kopfschmerz verbunden. Während eines Migräneanfalls kann der Schmerz von einer Kopfseite auf die andere wechseln. Patienten die von Migräne betroffen sind, klagen über periodisch wiederkehrende oder chronische Schmerzen.

Begleiterscheinungen wie Lärm- und Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, Sehstörungen oder neurologische Beschwerden sind keine Seltenheit bei Migräneanfällen. Zu den neurologischen Symptomen zählen beispielsweise Wahrnehmungsstörungen, wie Schwindel, "Schwarz vor Augen", Beeinträchtigungen des Geruchs- oder Geschmackssinnes, Lähmungserscheinungen, Tinnitus oder Sprachstörungen. Treten diese Symptome auf, wird von einer "Migräne mit Aura" gesprochen. Bei einer Migräne-Aura treten als spezielle Phänomene "Flimmerskotome" auf. Betroffene sehen hell-schimmernde Strukturen, die sich zu einem gezackten Kranz ausbilden und das Blickfeld beeinträchtigen.

Vorbeugung und Behandlung

Viele Betroffene halten sich bei einem Migräneanfall in dunklen Räumen auf, da sie sehr empfindlich auf Lichtreize reagieren. Auch die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln wird von vielen Patienten praktiziert. Wichtig ist jedoch, eine gezielte Vorbeugung von akuten Kopfschmerzen. Medikamente können auf lange Frist Schäden und Nebenwirkungen im Organismus verursachen.

Zudem empfiehlt es sich, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, um den Sauerstofftransport im Blut zu unterstützen. Kaffee mit einem Spritzer Zitrone fördert die Durchblutung und kann schmerzlindernd wirken. Auf Alkohol und Nikotin sollten Migränepatienten allerdings verzichten. Die Versorgung mit den essenziellen Makro- und Mikronähstoffen muss gewährleistet sein. Besonders empfehlenswert sind magnesiumreiche Nahrungsmittel. Magnesium hat eine muskelentspannende Wirkung. Migränepatienten sollten auch auf regelmäßige Mahlzeiten achten. Ein niedriger Blutzuckerspiegel Migräne kann auslösen. Dabei sollten jedoch Nahrungsmittel und Getränke die "biogene Amine" enthalten, besser gemieden werden. Dazu zählen unter anderem Rotwein, Schweinefleisch, Käse- und Brotprodukte.

Bewegung und frische Luft

Ein regelmäßiger Aufenthalt im Freien, bestenfalls verbunden mit Ausdauersport, kann zur Vorbeugung von Migräne helfen. Die Sauerstoffversorgung wird verbessert und angeregt. Schwimmen oder Joggen hilft außerdem Muskelverspannungen vorzubeugen und stärkt die Muskeln des Halteapparates. Bei einem akuten Migräneanfall kann ein Spaziergang schmerzmildernd wirken. Hier sollte der Kopf jedoch vor einer direkten Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Mit Entspannung Migräneanfällen vorbeugen

Da unumstritten ein enger Zusammenhang zwischen Stress und Migräneanfällen besteht, sind tägliche Entspannungsphasen einzuplanen. Jeder Betroffene sollte die Stressbewältigung, angepasst an seine Vorlieben, vornehmen. Geeignet  sind autogenes Training, Jacobsen-Methode, Yoga, Meditation oder ein Vollbad. Ein Bad mit Rosmarinextrakt kann auch gegen bestehende Kopfschmerzen helfen, da es durchblutungsfördernd wirkt. Akupressur-Punkte gegen Kopfschmerzen sind die Schläfen, Stirn, oberhalb der Augenbrauen und der Nase. Eine Massage oder Druck auf die entsprechenden Stellen, kann schmerzmildernd wirken. Für die Aromatherapie wird Minz-Öl empfohlen. Dieses hilft bei der Behandlung von Kopfschmerzen. Das Öl wird auf die Schläfen aufgetragen. Ebenso können Kühl- bzw. Wärmebehandlungen den Schmerz lindern. Wenn die Migräne nicht durch Muskelversspannungen verursacht wurde, kann eine Kühlung der Schläfen, Stirn und des Nackens sinnvoll sein. Basieren die Kopfschmerzen jedoch auf einer Muskelverspannung, so hilft in den meisten Fällen Wärme.

Migräne und Schlaf

Ausreichend Schlaf, ein regelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus und ein optimales Bettsystem sind zur Vorbeugung von Migräne besonders wichtig. Mit einem optimalen Bettsystem werden Muskelverspannungen vorgebeugt bzw. können bestehende Verspannungen beseitigt werden. Der Organismus kann nur mit ausreichend Schlaf regenerieren und damit gesund gehalten werden. Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus sorgt darüber hinaus für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt und ein physisches und psychisches Gleichgewicht.