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Baumwolle in Zwirnqualität

Seit vielen tausend Jahren verwenden Menschen Baumwolle zur Herstellung von Kleidung und Stoffen. So nutzt auch SAMINA den wertvollen, reinen Baumwollstoff aus kontrolliert biologischem Anbau zur Herstellung der SAMINA Stoffhüllen sämtlicher Bettwaren. Bei SAMINA wird nur reiner, naturbelassener und schadstofffreier Baumwollstoff verarbeitet. So entspricht der SAMINA Baumwollstoff höchsten Qualitätsansprüchen (kbA zertifiziert) und unterliegt strengsten Kontrollen.


Geschichte der Baumwolle

Bei der Baumwollpflanze handelt es sich um Malvengewächs, von dem es bis zu 51 verschiedene Arten gibt. Trotz der Namensgebung handelt es sich hierbei nicht um einen Baum, sondern um ein Strauchgewächs. Die Baumwollblüte erinnert an eine wachsende Steckrose und ähnelt sehr der Hibiskus-Rose. Je nach Boden, Art, Kulturmethode und Klima kann eine Baumwollpflanze bis zu zwei Meter hoch werden. In den überwiegenden Kulturgebieten werden einjährige, strauchartige Pflanzen heran gezogen. Die Baumwollpflanze benötigt viel Feuchtigkeit und Wärme, weshalb sie vorwiegend in tropischen und subtropischen Gebieten angebaut wird. Wie auch das tierische Wollhaar dient Baumwolle als Pflanzenfaser zur Herstellung von Garnen, Geweben sowie Wirk- und Strickwaren.


Baumwolle zählt zu einer sehr alten Kulturpflanze, die schon seit vielen Jahrhunderten geerntet wird. So wurde in der Zeit um 5800 v. Chr. in Mexiko die Baumwollkapsel entdeckt und auch erste Stoffe aus Baumwolle produziert. Dass Produkte aus Baumwolle über eine lange Lebensdauer verfügen, zeigt der Fund von Baumwollgebewebe und Schnüren in Pakistan, die rund 5000 Jahre in einer Silbervase überdauerten. Um 1000 n. Chr. brachten Araber und Sarazenen die Baumwolle nach Europa. Allerdings wurde ihr dort lange Zeit eine unbedeutende Rolle zugeschrieben. Im 17. und 18. Jahrhundert begann in Nordamerika, in den sogenannten alten Baumwollstaaten (Florida, Carolina, Louisiana und Georgia) der Kulturanbau von Baumwolle.


Ernte der Baumwolle

Aufgrund der mühsamen Ernte und Entkernung der Baumwolle, die früher nur von Hand möglich war, fiel der Welthandel mit der Rohbaumwolle lange Zeit gering aus. Erst mit der Erfindung der Spinnmaschine, Webmaschine und Entkernungsmaschine wurde der Baumwollhandel vorangetrieben. Baumwolle zählt heute zu den wichtigsten Natur- und Pflanzenfasern. Nach der Ernte wird die gepflückte Baumwolle zum Trocknen und Nachreifen noch 30 Tage gelagert. Mittels Entkernungs- und Reinigungsmaschinen werden die feinen Baumwollfasern von den Samenkörnern getrennt sowie Verunreinigungen entfernt. Eine einzelne Baumwollfaser kann zwischen 15 und 50 mm lang sein. Aus einer Ernte von 100 kg Baumwolle (inkl. Kern) wird ca. 35 kg Baumwollfasern, rund 62 kg Samenkörner sowie 3 kg Abfall gewonnen. Die gewonnen Samen werden gepresst und zu Öl weiterverarbeitet, welches in Speise- sowie Pflegeprodukte verwendet wird. Die Reste der gepressten Samen werden als Viehfutter verwendet.
Heutzutage wird in rund 80 Ländern der Erde auf knapp 35 Millionen Hektar Ackerfläche Baumwolle angebaut. Das entspricht rund 2,4 % aller landwirtschaftlichen Anbauflächen der Welt.

KbA Baumwolle - Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau


SAMINA verwendet ausschließlich KbA Baumwolle, welche ohne Einsatz von chemischen Düngern und Pestiziden angebaut wird. Die Ernte geschieht händisch, sodass auch hier keine chemischen Entlaubungsmittel eingesetzt werden müssen. Im Vergleich zum konventionellen Baumwollanbau verbietet der kontrolliert biologische jegliche Verwendung von Chemie sowie genetisch veränderten Organismen. Natürliche Dünger (z.B. Mist, Mulch, usw.) führen dem Erdreich auf natürliche Weise wichtige Nährstoffe zu. Baumwoll-Schädlinge werden mit ungefährlichen und natürlichen Mitteln bekämpft. Das Prädikat "kontrolliert biologisch angebaute Baumwolle" erhält man nur, wenn der Ackerboden mindestens drei Jahre lang chemiefrei bestellt worden ist. Das „KbA Zertifikat“ wird von unabhängigen Instituten anhand jährlicher Prüfungen ausgestellt. kbA Baumwolle ist nicht nur gesünder für unsere Haut (keine chemischen, toxikologisch kritischen Rückstände in Faser und Textil), sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.


Besondere Eigenschaften der Baumwolle


Naturbelassene Baumwolle ist feuchtigkeitsregulierend, atmungsaktiv und hautfreundlich. Baumwolle kann unter normalen klimatischen Bedingungen (20 °C und 65 % Luftfeuchtigkeit) rund 8 % Feuchtigkeit aufnehmen und wieder an die Raumluft abgeben. So sorgt sie für ein angenehm trocken-warmes Schlafklima. Zudem eignet sich KbA Baumwolle aufgrund ihrer temperaturausgleichenden Wirkung speziell für die Verarbeitung von Bettwaren wie Auflagen, Kissen und Decken.